Schlächter der Ungläubigen: Text- und Übersetzungsprobe

ritter_frontHerr Pinac, Autor von “Schlächter der Ungläubigen”, hat erste Teile seines famosen Ritterromans abgeliefert. Und Herr Rudolph, hoffentlich ebenso famoser Übersetzer ins Deutsche, bereits ein wenig davon übertragen. Wir finden: Beide haben gute Arbeit geleistet! Der Roman wird, so wie wir das sehen, nicht nur Ritterroman, sondern auch der definitive historische Krimi, nach dem es keinem mehr einfallen sollte, historische Krimis zu verfassen.

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So, und hier eine Textpassage aus “Schlächter der Ungläubigen”. Der Ritter de Bonsac, Held der Geschichte, schreibt einen Brief aus der Heerlager vor den Toren Jerusalems an sein holdes Weib Eloise, welches, angetan mit einem Keuschheitsgürtel, seiner ungeduldig harrt und Schwierigkeiten beim Wasserlassen verspürt.


Eloise! Teures Weib! Mir geht es gut! Seit zehn Tagen belagern wir die Heilige Stadt. Wir schütten heißen Teer über ihre prächtigen Mauern, katapultieren Steine hinein, schicken Fußvolk mit langen Leitern vor, leider schütten die Ungläubigen ebenso heißen Teer auf diese. Aber das ist Alltag des Ritters, darum sorge dich nicht.
Dass der Pfaffe nicht zur Vernunft kommt, malträtiert mich allerdings! Lass ihm ausrichten, wie mich sein liederliches Leben anekelt und wie ich ihm alsbald, so ich zurückgekehrt, kräftig in den Arsch treten werde! Seine Weibergeschichten! Glaube ihm kein Wort, er wisse nichts Offizielles vom Zölibat! Ein jeder weiß davon, nur dieser lüsterne Pfaffe nicht? Ich könnte mich totlachen, wenn es nicht so ernst wäre! Der Ritter von Solerac, feiner Bursche übrigens, hat mir erzählt, in seinem Sprengel handhabe er es rigoros mit sündigen Pfaffen. Einfach aufknüpfen! Die Kirchenoberen sehen es nicht gerne, tolerieren solche Praxis indes, weil sie ihnen Arbeit erspart. Nun denn, ich werde dem Burschen einheizen, mein Wort darauf!
Bitte, erzähle den Knaben (und wenn du willst, auch den Mädchen) folgendes: Über der brennenden Stadt Jerusalem (die wir auch mit Feuerkugeln heimsuchen, sagte ich das schon?) bildet sich kurz nach Sonnenuntergang eine rötliche Aura mit einem güldenen Zentrum, welches, man muss nur genau hinschauen und dabei beten, allmählich Gestalt annimmt. Die Gestalt Gottes! Viel mehr: des heiligen Geistes! Zwei unendlich klare, weise Augen, um die das Rot zu vibrieren scheint, zu wogen wie ein Meer. Werden wir dessen ansichtig, fallen wir sogleich erschüttert auf die Knie und lassen lautes Gebet hören, von dem wir hoffen, es beeindrucke unsere Feinde so sehr, dass sie der Mut verlässt und sie sich bald schon ergeben werden. Ja, es ist ein Wunder! Es ist ein Zeichen, dass Gott mit uns ist! Sogar die wenigen Muselmanen, welche wir als Führer und Dolmetscher in unserem Lager halten, zeigen sich sehr beeindruckt, einer hat bereits den rechten Glauben angenommen, wir haben ihn vorige Woche getauft.
Ansonsten berichte den Knaben noch, dass die Krummschwerter der Muselmanen erstaunlich fortschrittliche Werkzeuge sind, man traut es den Schweinen gar nicht zu. Köpfe schlägt man mit ihnen leichter ab als mit unseren geraden Klingen, so man erst einmal gelernt hat, sie richtig zu handhaben. Was aber einem Ritter von Berufe nicht schwerfällt.
Wie rückständig allerdings das ganze Arabervolk ansonsten ist, mögest du an folgender Schnurre erkennen: Mansur, einer unserer Dolmetscher und, wie er sagt, ein Gelehrter in Friedenszeiten, fantert mir ständig von etwas, das er „Algebra“ nennt. Ich habe es nicht verstanden, es hat etwas mit Rechnen zu tun, aber nicht mit Zusammenzählen und Abziehen oder Malnehmen oder Teilen, sondern… ich weiß es nicht. Jedenfalls ist es für nüchterne Köpfe verwirrend und völlig unnütz. Dieses wahrscheinlich auch noch gotteslästerliche Algebra, aber zu blöd, gescheite Eisenrüstungen zu entwickeln! Werden schon sehen, was sie davon haben, die Sarazenen und Muselmanen!
So, ich muss dann wieder. Hier in der Nähe ziehen manchmal Karawanen vorbei, ja, mit Kamelen, was selten dumme Tiere zu sein scheinen. Du müsstest sehen, was für Mäuler sie haben! Jedenfalls führen sie Proviant mit sich und manchmal Weihrauch, den wir für unsere Gottesdienste dringend benötigen. Haben wir Glück, sind auch junge Frauen dabei, wenngleich sie selten haltbar genug sind, die Natur all unserer Männer zu befriedigen. Aber man kann nicht alles haben! Halte dich wacker, Liebste, meine Eloise, vergiss nicht, dem Pfaffen tüchtig einzuheizen, lasse etwas Sorgfalt bei deiner Notdurft walten, damit deine Scheide rein und gesund sei, wenn ich wiederkehre! Es wird nicht mehr lange dauern! Gott, der Heilige Geist, ist mit uns!

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