Archive for the Interviews Category

Die bittere Wahrheit über das Selbstverlegen als geistig-erotische Ersatzbefriedigung. Eine wissenschaftliche Einordnung

Posted in Interviews, Rüdiger Icks on April 9, 2014 by Dieter Paul Rudolph

Ein veritabler Skandal wirft seine Schatten voraus. Der 16. Band der Schundhefte, „Der Fünfzehnjährige, der nachts aus dem Fenster stieg, um im Garten seiner Deutschlehrerin wie der Teufel zu onanieren“, erregt bundesweit die Gemüter, wie sogar „Spiegel Online“ berichtet. Überall im Land formiert sich Widerstand, Thilo Sarrazin arbeitet an einer Streitschrift „Nur Kopftuchmädchen masturbieren“, Günther Jauch plant ein gerichtliches Vorgehen gegen das Werk, wird er in diesem doch mehrmals namentlich erwähnt. Doch um was geht es eigentlich? Und warum sorgt vor allem die These, Selfpublishing sei nichts anderes als Selbstbefriedigung, für Empörung? Wir haben all dies einen Experten auf dem Gebiet der Selbstbefriedigung aus psychoanalytischer Sicht gefragt, Herrn Dr. Otwin Scheich von der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität. Hier Auszüge aus dem Gespräch.)

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Ein Gespräch mit Isa Oblomov!

Posted in Interviews, Isa Oblomov on March 1, 2013 by Dieter Paul Rudolph

Nur noch wenige Stunden trennen uns von Schundheft Nr. 3, Isa Oblomovs phantastischem SF-Krimi “Robozid: Das große Verschrotten”! (Wir melden uns, wenn das Werk das Licht der Welt erblickt hat) Vorab gibt es schon einmal ein Interview mit der Autorin, das unser wissenschaftlicher Mitarbeiter Dieter Paul Rudolph geführt hat – und zwar “von Angesicht zu Angesicht”, wie er schreibt. Was bei Isa auch immer eine Augenweide ist, wie wir ganz unschuldig hinzufügen möchten…

http://krimikulturarchiv.wordpress.com/2013/03/01/am-ende-brechen-die-erbanlagen-durch-ein-gesprach-mit-isa-oblomov/

Ein Gespräch mit O.M. Gott

Posted in Autoren / Autorinnen, Interviews, O.M. Gott, Selbstauskunft on January 28, 2013 by Dieter Paul Rudolph

Herr Gott, Sie sind Mitglied des Schundbüros. Was ist das Schundbüro?

Gott: Eine Vereinigung von KriminalautorInnen, die sich der alten Tradition des Heftchenromans annehmen wollen. Will sagen: Gradlinig, ohne pseudointellektuelle Schnörkel, unterhaltsam und abseits der jeweiligen Kritikastermoden.

Und nicht länger als 60 Seiten?

Genau. Längere Erzählungen also, deren früher durchaus vorhandener Markt inzwischen ja fast völlig weggebrochen ist und der erst durch den Siegeszug des E-Books so allmählich wieder aus den Sümpfen des Weitschweifigen auftaucht.

Aber warum „Schund“? Mir scheint so, Sie kokettieren ein wenig mit diesem Begriff, so wie alle Welt mit „Pulp“ oder „Noir“ kokettiert und dann doch nur, nun ja, den üblichen Versatzstückmist abliefert.

Nein, das mit dem Schund sollten wir vom Kopf auf die Füße stellen. Was ist Schund? Schund ist schlecht geschriebenes, verquastes Zeugs. Wenn die dichtende Hausfrau mal die Sau rauslassen will und der freizeitschriftstellernde kaufmännische Angestellte seine sexuelle Verkniffenheit mal so richtig auslebt. Andererseits: Schund heißt auch immer unehrlich, aufgesetzt, pseudoliterarisch. Und da wären wir bei zeitgenössischen Kriminalromanen. Nicht nur den deutschen, aber auch bei denen. Die meisten sind – Mist. „Mehr als Krimis“, „Krimis mit Anspruch und Tiefe“, Krimis, in denen mindestens zwei Thesen von Sigmund Freud durchgekaut werden müssen und so weiter. Verquast, unehrlich und meistens miserabel geschrieben, ergo: Schund. Dem wollen wir ein Gegengewicht auf die Schultern packen.

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